Sonntagsgruß zum 17.05.2020

Hallo zusammen, ich grüße euch in der Verbundenheit mit dieser Situation und in der Verbundenheit in unserer Gemeinde.

Besonders denke ich heute, als Jugendleiter und Gemeindepädagoge, an die KonfirmandInnen in unserer Gemeinde. Heute wäre unsere erste Konfirmation gewesen. Eltern, Geschwister, Großeltern, Familien und Freunde hätten sich auf den Weg gemacht, um heute zu feiern. Konfirmation ist ein besonderes Fest. Jedem Konfirmanden, jeder Konfirmandin wird gesagt: Du bist wichtig. Gott möchte dich in deinem Leben begleiten. Du bist wertvoll.

Ebenso freut sich die Familie auf ihren Konfirmanden, ihre Konfirmandin. Sie ist stolz auf ein Stück Lebensweg, mit eigenen Schritten, mit Persönlichkeit, mit Freudentränen und familiärer Unterstützung, wenn es mal schwierig war. Bei diesen Gedanken blickt manch einer auf seine Konfirmation zurück, denkt an die Zeit, das eigene Gefühl an diesem Tag und wieviel sich bis heute verändert hat.

Konfirmation, festmachen im Glauben ist immer ein persönlicher Moment. Auch geprägt von der Zeit in welcher sie stattfand. Diese Zeit heute verändert viel. Zum einen haben wir uns an einige Regeln gewöhnt, zum anderen vermissen wir viel. Und das heute, an dem Tag wo Konfirmation gewesen wäre.

Das braucht Gedanken und eine Antwort auf die Frage: Wie geht es weiter?

Votum:

Wir beginnen unseren Tag mit Gott, der unser Leben möchte, der die Welt erschuf, in welche wir heute leben. Mit der Aufgabe sie zu gestalten und mit Jesus Christus, der uns in schwierigen Zeiten seine Hand reicht und dem heiligen Geist, der uns bewegen möchte, wenn gerade mal mehr Fragen als Antworten da sind.

Gebet:

Guter Gott, vieles ändert sich gerade wieder, einiges geht mir zu schnell, einiges dauert mir zu lange. Ich fühle mich hin und hergerissen und weiß, ich kann fragen und auch klagen, du hörst mich. Du möchtest mich mit meinen Gefühlen auffangen. Der Weg gerade ist nicht leicht, Ängste und Hoffnungen begleiten uns, stärke du unseren Glauben und unsere Gemeinschaft.

Amen

Musik, Lied 570 (EG) Du Herr gabst uns dein festes Wort.

Viele Hände, die uns halten. Eine große Hand, Gott, der uns halten möchte und unsere eigene Hand, die weitergeben möchte, was wir erfahren haben.

Das ist für mich ein schönes Bild, was ich mit den Gedanken an unsere Konfirmationen mitgeben möchte. Die segnenden Hände, die Gemeinschaft, wenn wir uns die Hand reichen, beim Abendmahl und das Gespür, das wir Gott wichtig sind.

Das werden wir feiern!!! Nicht heute, aber wir werden dieses schöne Fest mit euch Konfirmandinnen und Konfirmanden und mit uns als Gemeinde, mit den neu gewählten PresbyterInnen und den vielen Ehrenamtlichen Teamern feiern.

Dazu gibt es Ideen, Wege mit Alternativen, weil es ein Fest ist, was uns im Glauben stärken möchte, weil Gott uns nahe sein möchte. So erinnert uns der heutige Sonntag an diese Verbundenheit, mit der Einladung von Gott mit ihm im Gebet in Verbindung zu treten.

Jesus hat uns ebenso ermuntert diese Nähe im Gebet zu Gott zu suchen.

Wir verbinden damit innerliche Ruhe, Stille und oft einen persönlichen Moment und dann auch das Gebet in der Gemeinschaft, in unserer Kirche und in vielen uns wichtig gewordenen Momenten.

Für mich ist es, unter anderem, das Gebet beim Kirchentag, wo beim Eröffnungsgottesdienst viele Zusammenstehen und beten, Gott danken und auch fragen. Das sind dann oft 100.000 Menschen und noch einige mehr, die diesen Gottesdienst zu Hause am Bildschirm verfolgen. Wie vielleicht viele dies jetzt bei vielen Angeboten tun, weil unsere Kirchen noch geschlossen sind.

Beten verbindet über Grenzen hinweg, verbindet bei Einschränkungen, schafft Mut, weil wir nicht alleine mit dieser Situation fertig werden müssen. So hat Jesus uns das Vater Unser, mit auf unseren Glaubensweg gegeben, als ein Gebet was mit allen Christen in dieser Welt verbindet. Über Balkone hinweg, auf großen Kirchentagsplätzen und in unserer eigenen Kammer, unserer Wohnung.

Neben der Verbundenheit mit Gott und mit der weltweiten Christenheit macht Jesus uns Mut zur Vergebung, weil er sie selber von Gott erfahren hat und sie uns mit seiner Liebe mitgeben möchte. Liebe, die uns geschenkt wird, Vergebung, weil Gott uns möchte, mit dem was uns einzigartig macht. Nicht unsere Fehler, nicht viele Fleißkärtchen, sondern wir als Mensch mit unseren Gaben und unserer Persönlichkeit sind gemeint.

Das schenkt Mut in dieser Zeit. Auch wenn heute keine Konfirmation ist, wir feiern zu einem Zeitpunkt, wo es wieder geht. Gottes Liebe lässt sich nicht aufhalten, er möchte uns durch diese Zeit tragen, das wünsche ich uns, mit Zuversicht, mit einem Bild, wo wir uns wieder in Gemeinschaft an die Hand nehmen, mit einer Zuversicht, weil Gott das Leben möchte, mit Liebe und Vergebung.

So lasst uns nun das Gebet beten, was Jesus uns mitgegeben hat.

Vater Unser

Segen

So segne uns Gott, der uns stärken möchte auch wenn es schwierig ist,

Amen

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.