Eine Kirche, die Raum lässt zum Atmen

Kirche am Buchenweg mit feierlichem Gottesdienst wiedereröffnet

Diesmal war der Anlass ein freudiger: nach zweijähriger Umbau- und Renovierungsphase wurde die Ev. Kirche am Buchenweg am 14. April mit einem feierlichen Gottesdienst wiedereröffnet. Die Plätze reichten nicht aus, um all den Menschen einen Sitzplatz zu bieten, die gekommen waren, um den ersten Gottesdienst in der frisch renovierten und erweiterten Kirche mit zu feiern.
Zur Eingangsmusik der Posaunen zogen Kinder und Erwachsene ein, in den Händen die Gegenstände, mit denen sie den Altar schmückten: Decke, das lila Antependium der Passionszeit,  Bibel, Kerzen, Blumen.

Nach der Begrüßung durch Pfr. Stefan Züchner erklang mit einem kräftigen Gesang das erste Lied: „Vertraut den neuen Wegen“. Es stand wie ein Motto über dem gesamten Gottesdienst. Denn neben Dank und Freude über das Erreichte stand immer wieder der Blick nach vorn im Mittelpunkt, der Blick auf den weiteren Weg als Gemeinde.

Und viele waren beteiligt: die Kinder des Kindergartens Sonnenstrahl bauten ein symbolisches Haus

aus Pappkarton-Steinen, die Gottesdienstbesucher schmückten zwei eigens für den Gottesdienst mit Tanne geschmückte Rosenbögen mit guten Wünschen. Die hatten sie vorher auf Papierfische geschrieben. Dazu gestalteten Posaunen- und Kirchenchor den Ablauf festlich aus.

In seiner Predigt erinnerte Pfr. Thomas Levin an die Jahreslosung von 2007, dem Jahr der Gemeindefusion: „Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkenn ihr’s denn nicht?“ (Jes 43, 19a). „Dieser Vers, der auch im Siegel der Gemeinde steht“, so Levin, „hat die Gemeinde schon vor 12 Jahren ermutigt Neues zu wagen und soll es auch weiterhin tun. Doch nur wenn Gott das Seine dazu tut, wird dieses Haus ein Zuhause für Menschen werden, wo sie in Glück und Unglück begleitet werden, wo sie bedingungslose Wertschätzung erfahren.“

Im Anschluss an den Gottesdienst sprach die Presbyteriumsvorsitzende Stephanie Züchner Menschen, die an der Planung und Umsetzung des Umbaus beteiligt waren den herzlichen Dank der Gemeinde aus: allen voran der Baukirchmeisterin Jutta Maaß und dem sachkundigen Presbyter Jürgen Blum, aber auch Benedikt Blaschko und Angelika Roa vom Architekturbüro Dreibund. Jutta Maaß erweiterte in ihrer Rede die Runde derer, an die ein herzlicher Dank ging. Sie nannte das Team der Baubegleitung, die vielen Spenderinnen und Spender, den Kreissynodalvorstand, sowie den Kirchbauverein, der fast die Hälfte der Bausumme beigesteuert hat.
Bezirksbürgermeister Ulrich Real hatte seine ganz eigene Sicht auf die umgestaltete Kirche mit ihrem gläsernen Eingangsbereich: „Ich musste schon beim Richtfest an das israelische Lied denken, in dessen Refrain es über Jerusalem heißt: ‚In deinen Toren kann ich atmen‘. So ist es auch bei dieser Kirche. Sie gibt Raum und lässt atmen.“

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