„Wir Pilgern gemeinsam!“

Pilgern gibt es nicht erst, seitdem Hape Kerkeling „dann mal weg war“. Es ist eine uralte Tradition in sehr vielen Religionen. Darum haben die fünf Religionsgemeinschaften im Oberhausener Norden diese verbindende Tradition aufgegriffen und für den 21.4. ein gemeinsames Pilgern vereinbart. Alle Gotteshäuser der bei der „Nachbarschaft der Religionen“ vertretenen fünf Religionsgemeinschaften werden bei der Pilgerrunde besucht. An jeder Station gibt es einen religiösen Impuls in der Kirche oder Moschee. Den Weg durch die Gotteshäuser mit zu gehen, ist auch eine gute Gelegenheit, die verschiedenen sonst meist verschlossenen Kirchen und die Moschee in der eigenen Umgebung einmal von innen zu sehen.
Am heutigen Karsamstag stellten Vertreter die Aktion der Presse vor.
Die Gesamtstrecke beträgt ca. 4,5 km. Startpunkt ist um 14 Uhr an der katholischen St. Josef-Gemeinde (Hiesfelder Str. 170) mit einem Pilgersegen. Es geht dann über die Apostolische Gemeinde (Schmachtendorfer Str.62) zur Muslimischen Gemeinde (Emmericher Str. 31) und schließlich zur Evangelischen Kirche (Kempkenstr. 39). An der Neuapostolischen Kirche (Untere Walsumermarkstr. 4) ist dann gegen 17 Uhr die letzte der fünf Stationen.
Bei den meditativen Impulsen wird es unter verschiedenen Aspekten ums Pilgern gehen und um Abraham, den für Christen wie Muslime gemeinsamen Urvater des Glaubens. Ausklang des gemeinsamen Pilgerns wird ein gemeinsames Grillen sein. Denn neben dem Kennenlernen der Gotteshäuser und der Glaubenstraditionen soll auch Raum sein für Gemeinschaft und Miteinander. Autofahrer können ihren Wagen auf dem Schmachtendorfer Markt parken, wo dann der Zielpunkt ist. Auch Gehbehinderte müssen auf eine Teilnahme nicht verzichten. Für sie gibt es einen Planwagen, der mit zu jeder der fünf Stationen fährt. Am Ende der Pilgerrunde wird, wie auch bei den anderen gemeinsamen Veranstaltungen der „Nachbarschaft der Religionen“ für einen karitativen Zweck gesammelt.

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