Terror in Barcelona: Drei Jugendliche unserer Ferienfreizeit verletzt

Tom Seeger (li) und Jens Peter Iven bei der Pressekoferenz in der Kirche Schmachtendorf

Beim Terroranschlag in Barcelona sind drei Jugendliche der Freizeit, die der CVJM Schmachtendorf zusammen mit unserer Kirchengemeinde angeboten hat, verletzt worden. 54 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren waren am 8.8. zu einer Jugendfreizeit aufgebrochen, die in der Nähe von Barcelona auf einem Campingplatz ihre Zelte aufgeschlagen hat. Zum Programm der Freizeit gehörte auch ein Ausflug nach Barcelona. Dort wurden die Jungen und Mädchen am 17.8. zu Zeugen des Terroranschlags auf der Flaniermeile Las Ramblas. Im Rahmen der ausbrechenden Panik sind drei Mädchen aus der Gruppe verletzt worden. Sie wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die Eltern der verletzten Jugendlichen wurden sofort informiert und reisten zu ihren Kindern nach Barcelona. Die drei Mädchen schweben  nicht in Lebensgefahr.

In unserer Gemeinde löste die Nachricht großes Erschrecken und Betroffenheit aus. Stephanie Züchner, Vorsitzende des Presbyteriums, sagte bei einer Pressekonferenz am heutigen Tag in der Ev. Kirche in Schmachtendorf: „Eine solche Tat macht immer betroffen. Aber so rückt der Terror natürlich plötzlich ganz nahe.“ Jens Peter Iven, Pressesprecher der Ev. Kirche im Rheinland, gab auf die Frage der Presse nach Konsequenzen der Tat für zukünftige Freizeiten der Gemeinde zu bedenken: „Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen werde es eine hundertprozentige Sicherheit vor solchen Taten niemals geben.“

Stephanie Züchner, Tom Seeger, Kai Wilcken und Thomas Levin aus unserer Gemeinde sowie Frank Meißburger als Vertreter des Kirchenkreises bei der Pressekonferenz

Die beiden Jugendleiter unserer Gemeinde, Tom Seeger und Kai Wilcken, boten allen Eltern der Reisegruppe zusammen mit dem Pfarrteam bei einem Treffen im Evangelischen Jugendhaus die Möglichkeit zu Austausch und Gespräch. Mit vor Ort waren auch vier Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Notfallsellsorge sowie drei Vertreter der Opferschutzhilfe der Polizei.

Bei dem Treffen wurde den Eltern mitgeteilt, dass die Freizeit, die eigentlich erst am 22. August enden sollte, vorzeitig abgebrochen wird. Am Abend bestiegen alle nicht verletzten Jugendlichen den Bus, der sie zurück in die Heimat bringt. Ihre Rückkehr wird für morgen erwartet. Das Pfarrteam und die Notfallseelsorger/innen werden die Jugendlichen morgen in Empfang nehmen und für Gespräche und weitere Begleitung bereit stehen. Denn auch bei körperlicher Unversehrtheit sind die seelischen Folgen des Erlebten bei den Jugendlichen und ihren Eltern noch nicht absehbar.

Sowohl die verletzen als auch die unverletzten Mitglieder der Gruppe werden zusammen mit allen anderen Opfern des Terroranschlags in Barcelona am Sonntag im Gottesdienst mit aufgenommen und in der Fürbitte bedacht.

 

 

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