Ein Herz für SAM

Spende vom Nachbarschaftstreffen der Religionen überreicht

Spendenübergabe vor dem Bus von „SA+M“: Helmut Manthey, Beate Hugo, Thomas Levin, Frank Bremkamp, Christan Becker (v.li.)

„Wir sind angesichts vieler anderer bedürftiger Bevölkerungsgruppen oft nicht mehr so sehr im Bewusstsein der Leute. Da fließen die Spenden nicht mehr so gut“ erklärt Frank Bremkamp. „Dazu kommt, dass unsere Klientel bei vielen nicht so gern gesehen ist.“ Seine Klientel sind wohnungslose Menschen in Oberhausen. Bremkamp ist Mitarbeiter der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes Oberhausen. Zur Wohnungslosenhilfe gehört auch SAM. SA+M steht für Soziale Arbeit und Medizinische Versorgung. Das ist die mobile Filiale der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes Oberhausen in Form eines Kleinbusses, der feste Standorte in der Stadt anfährt. In dem Bus bekommen wohnungslose Menschen Beratung, kostenlose Versorgung mit Kleidung, Schlafsäcken oder Getränken sowie medizinische Erstversorgung durch einen Arzt und wenn nötig eine Weitervermittlung zum Facharzt.

Angesichts rückläufiger Spenden war die Freude bei Frank Bremkamp und seinem Kollegen Christian Becker besonders groß, als sie die Spende in Höhe von 1000 € von den Religionsgemeinschaften aus dem Oberhausener Norden überreicht bekamen. Beim Nachbarschaftstreffen der Religionen am 2.4. in Schmachtendorf  im Autopark Köster an der Gabelstraße haben Menschen aus den katholischen Gemeinden, der evangelischen, der muslimischen, der apostolischen und neupostolischen Gemeinde im Oberhausener Norden Geld zusammen getragen für SAM. In Vertretung der Religionsgemeinschaften überreichten Helmut Manthey (Neuapostolische Gemeinde), Pfr. Thomas Levin und Beate Hugo (beide Ev. Gemeinde Königshardt-Schmachtendorf), die Spende nun den beiden Mitarbeitern Bremkamp und Becker in den Räumlichkeiten der Wohnungslosenhilfe an der Grenzstr. 73.

SA+M vor der Wohnungslosenhilfe in der Grenzstraße

Nötig ist das Geld auf jeden Fall. Die Arbeit sei in mancher Hinsicht schwieriger geworden, so Bremkamp. Wohnraum, vor allem kleine Wohnungen, sei extrem knapp in Oberhausen. Besonders alarmierend finden die Mitarbeiter der Einrichtung die Entwicklung bei den jungen Wohnungslosen. „Etwa ein Drittel unserer Klienten“,  so Bremkamp, „ist inzwischen unter 25 Jahren alt. Seit 2006 haben sie kein Anrecht mehr auf Wohngeld bis sie 25 sind. Sie müssen zu Hause wohnen bleiben. Aber wenn das nicht klappt, landen sie immer häufiger auf der Straße. Spätestens mit 35 haben sie dann leider alles gelernt, was man für ein Überleben auf der Straße braucht“. Gute Startchancen sehen anders aus.

Mehr über die Arbeit von SA+M sowie eine Möglichkeit die Arbeit finanziell zu unterstützen finden Sie im Flyer der Wohnungslosenhilfe HIER.

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